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Uralte Handschellen
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Atame



Anmeldungsdatum: 24.04.2004
Beiträge: 2034
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr Mai 13, 2016 4:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

dancingcane hat folgendes geschrieben:
Warum macht man es denn nicht? Hat er Angst das etwas kaputt geht?

Ich kann da natürlich nur für mich sprechen. Ja, das auch. Ich bin da ein klassischer Sammler und wie jedes Museum, achte ich darauf, dass sich der Zustand meiner Sammlungsstücke nicht verschlechtert - auch nicht minimal.

Mit einem 3.500 Jahre alten Beil aus der Bronzezeit wurde damals auch Holz gehauen, aber heute würde das aber keiner mehr mit einem Original machen. Dazu fertigt man Repliken, wenn man experimentelle Archäologie durchführen möchte. Dieses "Was 30 Jahre und mehr auf dem Buckel hat" Argument kann ich nicht unterstreichen. Metall wird mit der Zeit nicht besser, sondern sogar im Laufe der Jahrhunderte immer spröder, bis es letztendlich rekristallisiert. Klar, wird der Bügel einer alten Handschellen nicht gleich zerbröseln, aber bei den filigranen Teilen eines komplexeren Schlosses kann da schon ganz anders aussegen.

Aber ich bin mir sicher, dass da die Bandbreite vom reinen Sammler bis zum reinen Anwender durchaus mit vielen Nuancen besetzt ist.

Viele Grüße,
Atame
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dancingcane



Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 3366
Wohnort: ca. 65km vor den Toren Hamburgs

BeitragVerfasst am: Fr Mai 13, 2016 7:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

3500 Jahre...... ich denke die meisten Handschellen, Eisen oder Fesseln haben bei den meisten Sammlern nicht mehr als 200 bis 300 Jahre hinter sich. Und die wird man sicher auch mal auf Funktionalität prüfen können. Lupenreine Schellen dieses Alters waren auch nie im Einsatz, haben also keine Geschichte. Am besten man hat da 2 Paar in der Kiste. Ein Teil zum ausprobieren, eines in Watte.

Klasse das wir beim letzten Treffen die Bayerische Justiz testen konnten. Die nahm keinen Schaden.

Aber bei dem Thema kann man viele Meinungen schreiben
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Atame



Anmeldungsdatum: 24.04.2004
Beiträge: 2034
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr Mai 13, 2016 7:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

dancingcane hat folgendes geschrieben:
Am besten man hat da 2 Paar in der Kiste. Ein Teil zum ausprobieren, eines in Watte.

Das stimmt. Das habe ich auch bei einigen Exemplaren (DDR, Darbies, Bean Cobb), aber im > 200 Euro Bereich, wäre das schon etwas Luxus, vom vierstelligen Bereich mal ganz zu schweigen! Wink

dancingcane hat folgendes geschrieben:
Klasse das wir beim letzten Treffen die Bayerische Justiz testen konnten. Die nahm keinen Schaden.

Die sind ja auch nicht mal 20 Jahre alt. Aber jetzt hast mich neugierig gemacht. Wer aus dem Forum außer vincula und mir hat denn noch eines der angeblich nur 10 Exemplare für Privatmenschen?

Viele Grüße,
Atame
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QueeAndJiggy



Anmeldungsdatum: 10.07.2014
Beiträge: 2118
Wohnort: Salzburg

BeitragVerfasst am: Sa Mai 14, 2016 9:48 am    Titel: Antworten mit Zitat

Atame hat folgendes geschrieben:
QueeAndJiggy hat folgendes geschrieben:
Die Mühlenfeld 113, obwohl nur im Bewußtsein weniger verankert, ist eher was zum Anfassen und Anlegen. Man kann mit ihr sogar ins Bett gehen. Ein Picasso als Bettgenosse ist da schwerer vorstellbar.

Sagt ein Anwender! Und da unterscheidet sich der seriöse Sammler von diesem. Der Sammler schaut sich die antiken Fesseln auch nur an oder spielt allenfalls ein wenig mit der Mechanik, wenn er diese z.B. interessierten Besuchern vorführt. Aber er verwendet teure Sammlerstücke nicht für Bondage-Spiele oder geht damit ins Bett.

Ich wäre vorsichtig mit dem erhobenen Zeigefinger des "seriösen Sammlers". Wir hatten kürzlich hier festgestellt, daß es praktisch keinen solchen gibt, der nicht übers Anwenden ans Sammeln gekommen wäre. Doch... Einen soll es im Forum geben. Ich bin ja Semi-Novize, denke aber, man wird dieser grauen Eminenz schon noch auf die Spur kommen.

Und bitte! Mit einer angelegten Mühlenfeld 113 entspannt im Bett zu liegen, wäre für mich nun wirklich kein Bondage-Spiel! Ein meditatives Verharren, um dem Geist – der bekanntlich auch den Dingen innewohnt – des stählernen Artefakts möglichst nahe zu kommen. dancingcane kommt mir da erfrischend zur Hilfe:

dancingcane hat folgendes geschrieben:
Was nützt die Theorie, und nur Kucken wo Begreifen und Spüren viel besser sind.

Eben! Auch jeder "seriöse Sammler" erfreut sich zweier Handgelenke. Nur ein Barbar läßt sie hungern. Hätte er sie nicht, würde er bestimmt keine Handschellen sammeln. Wink

Einen schönen Gruß zum Wochenende, Q&J
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Andy58



Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 3626
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Sa Mai 14, 2016 10:23 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
meine Sammlerstücke werden zwar gelegentlich mal angewendet, dann aber eher kurz, z.B. um die mal auszuprobieren oder für Fotos. Für längere Sessions, wo evtl. Schweiß die Oberfläche angreifen kann (Beschichtung oder Korrosion) oder wo die Teile zerkratzen können (z.B. irgendwo anketten, Kombination mit Fesselgürtel oder anderen Schellen usw.), nutze ich die aber nicht.

Wirklich problematisch wird es bei Stücken, bei denen das Schloß oder andere Teile schon sehr gelitten haben, so daß die Gefahr besteht, daß selbst bei vorsichtiger Benutzung was brechen oder sonst kaputt gehen kann. Das sind dann aber meist Schellen, die noch älter als frühe Darbies sind.
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Gruß
Andy

Leiter des Instituts für kulturhistorische Forschung, Fachbereich metallische Rückhalteeinrichtungen mit angeschlossener Manufaktur Wink
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dancingcane



Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 3366
Wohnort: ca. 65km vor den Toren Hamburgs

BeitragVerfasst am: Sa Mai 14, 2016 11:28 am    Titel: Antworten mit Zitat

Atame hat folgendes geschrieben:
dancingcane hat folgendes geschrieben:
Am besten man hat da 2 Paar in der Kiste. Ein Teil zum ausprobieren, eines in Watte.

Das stimmt. Das habe ich auch bei einigen Exemplaren (DDR, Darbies, Bean Cobb), aber im > 200 Euro Bereich, wäre das schon etwas Luxus, vom vierstelligen Bereich mal ganz zu schweigen! Wink

dancingcane hat folgendes geschrieben:
Klasse das wir beim letzten Treffen die Bayerische Justiz testen konnten. Die nahm keinen Schaden.

Die sind ja auch nicht mal 20 Jahre alt. Aber jetzt hast mich neugierig gemacht. Wer aus dem Forum außer vincula und mir hat denn noch eines der angeblich nur 10 Exemplare für Privatmenschen?

Viele Grüße,
Atame


Vetstänicher Weise werde ich weder Usernamen noch Seriennummer per Post noch als PN bekanntgeben. Wenn der Besitzer es wünscht wird er es schon selber machen und sich zu erkennen geben.
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Atame



Anmeldungsdatum: 24.04.2004
Beiträge: 2034
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Sa Mai 14, 2016 2:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@QueeAndJiggy: doch, es gibt die reinen Sammler, die über andere Ecken zum Thema gekommen sind. Wahrscheinlich finden die sich eher in Übersee, wie Mark Lyons aus Kalifornien:
http://www.sandiegouniontribune.com/news/2016/apr/14/mark-lyons-antique-handcuff-collector/?fbshare=2013951
Und von denen am einen Ende gibt es, wie erwähnt, alle möglichen Abstufungen bis zum reinen Anwender. So eben auch Sammler, die obendrein Anwender sind, aber für die jeweiligen Gebiete unterschiedliche Stücke einsetzen. Die zähle ich dann dennoch zu den "seriösen Sammlern", denn was sie "im Bett" anstellen, ist ja ein ganz anderer Schuh. Ein seriöser Geschäftsmann (falls es den überhaupt gibt) kann ja dennoch privat auf SM stehen und bleibt denoch ein seriöser Geschäftsmann.

@dancingcane: klar vestehe ich das. Weswegen ich ja hoffe, dass sich der stolze Besitzer selbst meldet, denn ich hab mich schon öfter gefragt, wo denn die restlichen 8 verblieben sein könnten.

Viele Grüße,
Atame
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QueeAndJiggy



Anmeldungsdatum: 10.07.2014
Beiträge: 2118
Wohnort: Salzburg

BeitragVerfasst am: So Mai 15, 2016 10:10 am    Titel: Sammler Antworten mit Zitat

Atame hat folgendes geschrieben:
@QueeAndJiggy: doch, es gibt die reinen Sammler, die über andere Ecken zum Thema gekommen sind. Wahrscheinlich finden die sich eher in Übersee, wie Mark Lyons aus Kalifornien ... Und von denen am einen Ende gibt es, wie erwähnt, alle möglichen Abstufungen bis zum reinen Anwender. So eben auch Sammler, die obendrein Anwender sind, aber für die jeweiligen Gebiete unterschiedliche Stücke einsetzen ...

@ Atame: Da haben wir die gleiche Meinung! Ich kenne seit fünfzehn Jahren die Seiten von handcuffs.org mit lauter Fachleuten wie Joseph Lauher. Ihnen, wie natürlich auch Dir und Deiner Seite, habe ich für mein Wissen und Verständnis über Handschellen enorm viel zu verdanken.

Einen herzlichen Gruß sagt Q&J.
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jail



Anmeldungsdatum: 01.09.2012
Beiträge: 967
Wohnort: nahe Helmstedt

BeitragVerfasst am: Mi Mai 18, 2016 9:46 pm    Titel: Seltene Freuden Antworten mit Zitat

QueeAndJiggy hat folgendes geschrieben:
Wir hatten kürzlich hier festgestellt, daß es praktisch keinen solchen gibt, der nicht übers Anwenden ans Sammeln gekommen wäre. Doch... Einen soll es im Forum geben. Ich bin ja Semi-Novize, denke aber, man wird dieser grauen Eminenz schon noch auf die Spur kommen.



In diesem Thread wurde schon die Gewöhnlichkeit eines Ferraris im Alltagsverkehr angerissen, verglichen mit einer Mühlenfeld oder einem privat zugelassenen Gefangenentransporter. Allen ist eines gemein: Ihre Benutzung macht Freude.

Außergewöhnlich ist der "ernsthafte Sammler", der keine anwendungsbezogenen Interessen an Handschellen hat; und doch kenne ich einen und das Kennenlernen war eine Freude; demzufolge mag es auch mehrere geben und die Seltenheit muß vielleicht nicht schockieren.

Wertvolle Dinge trotz ihres Ikonencharakters artgemäß zu nutzen, lernte ich vor vielen Jahren von Terry Cohn, Auto-Raritäten-Händler und Rennfahrer auf Alfa-Romeo; exakt dem Siegerfahrzeug von Tazio Novolari, bevor die Auto-Unions den Rennzirkus dominierten: Herr Cohn kam auf eigener Achse im Vorkriegs-Alfa zum Nürburgring und quittierte meine erstaunte Frage mit den Worten:

"That they were built for."
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Red ballgag



Anmeldungsdatum: 22.04.2015
Beiträge: 489
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: Mi Mai 18, 2016 10:16 pm    Titel: Re: Seltene Freuden Antworten mit Zitat

jail hat folgendes geschrieben:
Wertvolle Dinge trotz ihres Ikonencharakters artgemäß zu nutzen, lernte ich vor vielen Jahren von Terry Cohn, Auto-Raritäten-Händler und Rennfahrer auf Alfa-Romeo; exakt dem Siegerfahrzeug von Tazio Novolari, bevor die Auto-Unions den Rennzirkus dominierten: Herr Cohn kam auf eigener Achse im Vorkriegs-Alfa zum Nürburgring und quittierte meine erstaunte Frage mit den Worten:

"That they were built for."


Richtig, das war noch zu der Zeit als Rennwagen in der Regel auch eine Strassenzulassung hatten und auch häufig auf eigener Achse zu den Rennen fuhren. Rudolf Uhlenhaut benutzte einen für den Renneinsatz entwickelten Mercedes-Benz privat, und es ist überliefert das er wohl regelmäßig seine Nachbarschaft aufweckte wenn er dieses des Nachts bewegte. Terry Cohn hat völlig recht: gerade Autos wollen und sollen häufig gefahren werden und beneidenswert sind jene die dies in einem besonderen Stück bewerkstelligen können, und ein Alfa Romeo Tipo B/P3 ist definitiv ein solches!
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Enris



Anmeldungsdatum: 31.08.2004
Beiträge: 6412
Wohnort: SWP

BeitragVerfasst am: Sa Mai 21, 2016 10:57 am    Titel: Re: Mühlenfeld 113 Antworten mit Zitat

Hallo auch,

Atame hat folgendes geschrieben:
Sagt ein Anweder! Und da unterscheidet sich der seriöse Sammler von diesem. Der Sammler schaut sich die antiken Fesseln auch nur an oder spielt allenfalls ein wenig mit der Mechanik, wenn er diese z.B. interessierten Besuchern vorführt. Aber er verwendet teure Sammlersücke nicht für Bondage-Spiele oder geht damit ins Bett.

Ein Fechter, der zusätzlich historische Degen sammelt, würde ein solchen aus der Zeit des Barocks sicher auch nur an die Wand hängen, aber damit nicht im sportlichen Wettkampf antreten. Dafür nimmt er moderne Stücke.

Ich sehe das nicht so streng: Insofern die alten Teile (ja, sie sind alt), noch funktionieren, sehe ich keinen Unterschied.

(Auch der Fechter würde funktionierende alte Degen verwenden, wenn der die Geschichte der Fechtkunst verfolgen möchte. Neues Material erlaubt anderes Handling, was sich auch auf Wettkampfregeln auswirkt. Vergleiche auch den Trend zu historischen Instrumenten im Bereich der "klassischen" Musik).

Egal was man sammelt, es gibt das Spektrum zwischen "musealem Ausstellen" bis "real Anwenden". Den Marktmechanismus (selten + gefragt = teuer) lasse ich aufgrund seiner Irrationalität außer Acht.

Für meinen Teil:
Was soll ich mit einer Mühlenfeld? In meinem Sammelverständnis ist diese "Berliner Modellfamilie" allenfalls ein Stück mitteleuropäischer Fesselgeschichte. Die Technik derselben ist nicht anwender-, sondern entwicklergedacht: Die Handhabung ist schwierig, die Verletzungsgefahr ist hoch. Allein schon unter diesen Umständen stellt sowas für mich gerade keinen Meilenstein mitteleuropäischer Handwerkskunst dar ("nicht die Asche bewahren, sondern die Flamme weitertragen").

Anders gesagt, handelt es sich hier in meinen Augen um ein rostfähiges Artefakt mitteleuropäischer Blindheit gegenüber Fortschritt, Mensch und Möglichkeiten.

Na gut, wer spielt schon ein Cowboy & Indianer - Wildwest-Fesselspiel mit original Providence-Tool-Schellen Embarassed.

Reenactment ist hier aber wieder ein anderes Thema Wink.

Schönen Gruß
Enris
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Atame



Anmeldungsdatum: 24.04.2004
Beiträge: 2034
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Sa Mai 21, 2016 12:09 pm    Titel: Re: Mühlenfeld 113 Antworten mit Zitat

Enris hat folgendes geschrieben:

Anders gesagt, handelt es sich hier in meinen Augen um ein rostfähiges Artefakt mitteleuropäischer Blindheit gegenüber Fortschritt, Mensch und Möglichkeiten.


Da muss ich wiedersprechen. Die Berliner-Familie sind sehr sichere Handschellen, insb. für Gefangenentransporte - korrekt angelegt, also die Arme verschränkt wie bei einer Zwangsjacke. Das ist anscheinend eine Methode, die man gerade erst wiederentdeckt – siehe Tuff Kuffs aus USA:

https://www.youtube.com/watch?v=HtMsRCVvMVo

Ansonsten sind diese fesseln durch ihr einzelnes Schloss relativ schnell und einfach zu handhaben. Ich finde sie anderen Modellen ihrer Zeit überlegen. Nicht grundlos hat sie Houdini bevorzugt für seine Shows eingesetzt, denn aus solchen Fesseln zu entkommen, zählte wohl zur Königsklasse.

Viele Grüße,
Günter

PS: Enris, warum hast Du eigentlich eine Dollar-Handschelle und eine Bagno? Wink
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Enris



Anmeldungsdatum: 31.08.2004
Beiträge: 6412
Wohnort: SWP

BeitragVerfasst am: Sa Mai 21, 2016 11:18 pm    Titel: Re: Mühlenfeld 113 Antworten mit Zitat

Hallo auch,

Atame hat folgendes geschrieben:
Das ist anscheinend eine Methode, die man gerade erst wiederentdeckt – siehe Tuff Kuffs aus USA

Nun, ich halte auch die Tuff Kuffs für absurd weil gefährlich. Ich will das nicht recherchieren, viele Counties (was ja meist auch Gerichtsbezirke sind) wählen sichere Alternativen, die nicht mit subtiler Selbstverletzungsdrohung auskommen müssen oder im Falle eine simplen Versagens der Begleitperson eine schwere Verletzung auslösen können.

Ich weiß aber auch um das Massenphänomen der Gewalt- und Überlegenheitsthematik in weiten Teilen der Vereinigten Staaten. Daher ist meine Meinung insofern irrelevant, da sie nicht nur ungehört bleibt, sondern meinerseits gegenüber einem so fremden Land keine Ambition besteht, sie kundzutun.

Atame hat folgendes geschrieben:
PS: Enris, warum hast Du eigentlich eine Dollar-Handschelle und eine Bagno? Wink

Ich war jung und hatte das Geld. Ich habe auch noch andere Folterinstrumente, vergleiche britische Fußschellen.

Schönen Gruß
Enris
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dancingcane



Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 3366
Wohnort: ca. 65km vor den Toren Hamburgs

BeitragVerfasst am: So Mai 22, 2016 5:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Na gut, wer spielt schon ein Cowboy & Indianer - Wildwest-Fesselspiel mit original Providence-Tool-Schellen Embarassed


Ich, wenn ich sie hätte! Was sollte an ihr kaputtgehen? Bei den selbigen Fusseisen würde ich wohl eher aufpassen 😊
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morphium



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Beiträge: 194
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: Mo Mai 23, 2016 10:06 am    Titel: Re: Mühlenfeld 113 Antworten mit Zitat

Atame hat folgendes geschrieben:
Da muss ich wiedersprechen. Die Berliner-Familie sind sehr sichere Handschellen, insb. für Gefangenentransporte - korrekt angelegt, also die Arme verschränkt wie bei einer Zwangsjacke. Das ist anscheinend eine Methode, die man gerade erst wiederentdeckt


Naja, "gerade erst" - also in Sachsen bei der Justiz werden die Delinquenten schon seit Jahren mit der Hiatt Ultimate mit verschränkten Armen (und einer 2. Ketten-Hiatt, die den Delinquenten mit dem Justizbediensteten verbindet) vorgeführt. Aber vielleicht sind wir einfach nur fortschrittlicher als der Rest Wink
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