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Gedanke kam mir heute morgen...

 
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LordSim



Anmeldungsdatum: 22.12.2004
Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: Mo Jun 25, 2018 8:48 pm    Titel: Gedanke kam mir heute morgen... Antworten mit Zitat

... ich muss mich immer wieder ausruhen (nicht was ihr denkt) und habe einfach die Leute beobachtet. Da hat sich ein Gedanke in meine Gehirnwindungen geschlichen - die meisten dürften wie sie gehen im Grunde von Fußschellen nicht wirklich behindert werden...

Ok, gibt Ausnahmen. Sind aber eher die flotteren - die eine größere Schrittlänge haben ^^. Find ich witzig die Beobachtung.
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MartinStgt



Anmeldungsdatum: 14.02.2010
Beiträge: 996
Wohnort: Großraum Stuttgart

BeitragVerfasst am: Mo Jun 25, 2018 10:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, das normale Spaziertempo dürfte zwischen 4 und 6 km/h liegen, bei einer menschlichen Höchstgeschwindigkeit von bis zu ca. 36 km/h.
Rechnet man jetzt ein paar Fußschellen zu 40 cm Kette plus je 10 cm Schlosskasten gleich 60 cm gleich 0,6 m bei einem Schritt pro Sekunde unter Ausnutzung der Fußschellenkapazität macht das eine Geschwindigkeit von 2,16 km/h. Rechnen wir großzügig 3 km/h (bei einem Schritt pro 0,72 Sekunden), dann ist es immer noch 25 - 50 % langsamer, bei eingangs erwähntem Geschwindigkeitsrahmen, als das normale Gehen.
Und vom Davonlaufen gar nicht zu reden.
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Bis dann,
MARTIN

Ich sammel' Handschellen. Das ist was, was nicht von der Hand zu weisen ist...

Wer mich schätzt, vermisst mich nicht...!? |''''|''''|''''|''''|''''|cm
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QueeAndJiggy



Anmeldungsdatum: 10.07.2014
Beiträge: 1849
Wohnort: Salzburg

BeitragVerfasst am: Di Jun 26, 2018 7:50 am    Titel: Re: Gedanke kam mir heute morgen... Antworten mit Zitat

LordSim hat folgendes geschrieben:
... habe einfach die Leute beobachtet ... die meisten dürften wie sie gehen im Grunde von Fußschellen nicht wirklich behindert werden...

Das hatte ich gedanklich ähnlich beurteilt. Bevor ich es in praxi wissen wollte. Garniert mit Modell Yuil MY-005. Abstand der Fußgelenke (über Schloßkästen und Kette gemessen) ca. 46 cm, etwa meiner Schrittlänge beim Wandern entsprechend, habe ich das Gehen über größere Distanzen immer wieder mal erprobt. In einsamem, bewaldeten Gelände, wo ich nie gestört worden bin.

Fazit: Die Kette zwischen den Füßen verändert den Gang entscheidend. Gewissermaßen einschneidend für mögliches Weglaufen im Geschwindschritt. Denn dabei kommt man rasch aus dem Takt. Werden die Schritte zu lang, und ein Fuß zerrt am anderen, bewirkt es Stolpern und Fallen. Eine harte Nuß sind steile Abhänge, wo größere Schrittlängen nötig werden, um mit sicherem Tritt Absätze und Schwellen zu überwinden. Bei authentischer Gefangenschaft sind außerdem die Arme an den Körper gekettet und können nicht eingreifen, um die Balance zu harmonisieren. Alles in allem praktische Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Wink
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LordSim



Anmeldungsdatum: 22.12.2004
Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: Di Jun 26, 2018 10:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Na vielen Dank euch beiden Smile. War nur ein Gedanke, der mir plötzlich durch den Kopf ging. Vielleicht auch weil die Leute bei dem "Gewusele" auch wirklich recht kleine Schritte gemacht haben? Egal ^^.

Eines ist aber wohl in jedem Fall klar - laufen damit geht gar nicht. Und dass ist denke ich schon der Sinn dahinter. Jemand am Weglaufen zu hindern und es im Zweifelsfall ermöglichen per "laufen" schnell mal zu überholen. Sind ja in der Regel nicht ganz unfitte.

Ich mit meinem Rollator? Hm. Wenn ich alles gebe schaffe ich gerade einmal unter 10 Metern im halbwegs normale Fußgängertempo. Für mich Sprintmodus. Naja. Würde ich verhaftet - kann man sich wohl alles schenken und sparen. Ich bräuchte die Mithilfe der freundlichen Helfer um im Auto Platz zu nehmen ^^.
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QueeAndJiggy



Anmeldungsdatum: 10.07.2014
Beiträge: 1849
Wohnort: Salzburg

BeitragVerfasst am: Mi Jun 27, 2018 6:57 am    Titel: Antworten mit Zitat

LordSim hat folgendes geschrieben:
... Ich mit meinem Rollator? Hm ... Naja. Würde ich verhaftet - kann man sich wohl alles schenken und sparen.

Da wäre ich nicht so sicher. Man müßte Kenntnis davon haben, was interne Anweisungen der Polizei bei Festnahme von Individuen vorsehen, die mit Gehhilfen ausgestattet sind. Dabei könnte ja Simulation eine Rolle spielen.

Frederick Forsyth beschreibt in seinem Roman Der Schakal einen als Invaliden getarnten Schurken. der sich Zugang zu einer Veteranenfeier in Paris verschafft. Zur Tarnung dient eine Krücke (oder zwei? – weiß ich nicht mehr), in der ein Präzisionsgewehr versteckt ist. Das Attentat auf Charles de Gaulle mißlingt nur, weil der Staatspräsident sich im Moment des Schusses bei der Feier mit einer zärtlichen Geste zu einem Veteranen niederbeugt.

Das weit dramatischer abgelaufene reale Attentat auf de Gaulle in Petit-Clamart im Sommer 1962 inspirierte Forsyth zu seiner erfundenen Handlung.
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LordSim



Anmeldungsdatum: 22.12.2004
Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: Sa Jun 30, 2018 7:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

QueeAndJiggy hat folgendes geschrieben:
Da wäre ich nicht so sicher. Man müßte Kenntnis davon haben, was interne Anweisungen der Polizei bei Festnahme von Individuen vorsehen, die mit Gehhilfen ausgestattet sind. Dabei könnte ja Simulation eine Rolle spielen.


Fände ich fast schon witzig. Wobei ich wohl froh sein kann - dass mir die "typischen" Handschellen nicht um die Knöchel passen. Könnte wohl tatsächlich meine Schrittweite reduzieren ^^. Ganz blöd, wenn man eigentlich fast schon den ganzen Tag in den Rollstuhl gehören würde. Und joooo. Das mit dem "simulieren" würde ich liebend gerne bleiben lassen :Evil - ähnlich wie beim Witz Schwester zum Doktor "Der Simulant auf Zimmer 4 ist gestorben." Arzt zur Schwester "Jetzt übertreibt er aber.". Wenigstens hab ich mir meinen Rabenschwarzen Humor bewahrt ^^.
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QueeAndJiggy



Anmeldungsdatum: 10.07.2014
Beiträge: 1849
Wohnort: Salzburg

BeitragVerfasst am: So Jul 01, 2018 7:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Man müßte Kenntnis davon haben, was interne Anweisungen der Polizei bei Festnahme von Individuen vorsehen, die mit Gehhilfen ausgestattet sind.

LordSim hat folgendes geschrieben:
Fände ich fast schon witzig. Wobei ich wohl froh sein kann - dass mir die "typischen" Handschellen nicht um die Knöchel passen.

Du Pechvogel! Fußschellen um die Ellbogen, Standard-Handschellen um die Füße, Halseisen um die Kniegelenke – im Gegensatz zu mobilitätsfördernden Gehhilfen schränkt das alles die Beweglichkeit unglaublich ein. Und solltest Du mal zu einem User-Treffen kommen, verlaß Dich drauf: Was an Material vorhanden ist, wird auch benutzt.

Neulich erst unter Bonowi-Jüngern wieder mal nolens volens erduldet: Meine Handgelenke passen in eine Schelle, die zweite kommt um einen Fußknöchel. Selbst damit läßt es sich noch mühsam gehen. Unter allgemeiner Heiterkeit. Laughing
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WEGA



Anmeldungsdatum: 22.02.2010
Beiträge: 137
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Mo Jul 02, 2018 11:23 am    Titel: Antworten mit Zitat

Routinierte Fußfesselträger machen eher kleinere Schritte als die Verbindungskette zwischen den Fußschellen maximal zulässt. Das hat einen einfachen Grund: Sobald die Kette gespannt ist, drücken die Schellen stärker auf das Fußgelenk, und das ist gelinde gesagt eher unangenehm. Man darf sich also nicht von einer auf den ersten Blick eher komfortablen Länge der Verbindungskette täuschen lassen. Wer das schon am eigenen Leib ausrobiert hat, wird mir zustimmen.

Dazu kommt noch, dass die meisten Fußfesseln gar nicht darauf abzielen, die gefesselte Person am Gehen überhaupt zu hindern. Meistens geht es darum, dass sich der Gefangene noch selbst fortbewegen kann, die Bewegungsfreiheit aber so weit einzuschränken, dass der Gefangene nicht davonlaufen kann. So kann der Gefangene etwa selbständig in den Gerichtssaal gehen oder bei einer Tatrekonstruktion mitwirken, er könnte aber den Bewachern nicht entkommen. Sollte es ausnahmsweise darauf ankommen, die Begungsfreiheit der Füße ganzu zu unterbinden, gibt es Spezialmodelle mit kurzer Verbindungskette wie die Smith & Wesson m-110, oder man verkürzt die Verbindung bei Standardfußfesseln mit einem Kabelbinder oder einem Vorhängeschloss.
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